Artischocke


Artischocken gehören seit langem zu den gern gegessenen Gemüsen im Mittelmeerraum, wo sie wegen ihrer positiven Auswirkungen auf die Gesundheit hoch geschätzt werden. Das Anpflanzen von Artischocken lohnt sich auf zwei Arten. Zum einen zaubern sie wunderschöne blaue Blüten in den eigenen Garten, zum anderen schmecken Artischocken-Knospen ganz hervorragend. Im alten Ägypten und im Rom der Antike waren sie sehr teure und beliebte Spezialitäten, da sie die Verdauung fördern und als Potenzmittel gelten. Diese Eigenschaften sind bereits seit 500 vor Christus von der Artischocke bekannt.

Die Artischocke wird geerntet, wenn die Blütenköpfe noch nicht ganz entwickelt sind, weil sie zuvor und nach der Blüte sehr bitter schmecken und die gesundheitsfördernde Wirkung kaum vorhanden ist. Beim Kauf einer Artischocke sollte der Kunde auf feste, grüne Blätter achten, damit er frische Ware bekommt. Auch sollten die Spitzen der Blätter noch nicht angetrocknet sein. Im Inneren der Artischocke verbirgt sich das begehrte Artischockenherz, das leicht bitter schmeckt. Sie passen sehr gut zu italienischer Pasta oder zusammen mit den Artischockenblättern zu sommerlichen Salaten. Da sie sehr kalorienarm sind, gehören sie zu den empfehlenswerten Gemüsearten.

Die Artischocke erinnert von ihrer Art her an eine Distel und kann 1,5 Meter hoch wachsen. Sie gleicht äußerlich durchaus einer Distel und hat sehr dicke, verzweigte Stengel. Die Artischocke gehört zu den Korbblütlern und sollte daher von Allergikern, die gegen Korbblütler empfindlich reagieren, gemieden werden wie auch Menschen mit Gallensteinleiden von ihrem Genuss absehen sollten. Sie wird heutzutage angebaut. Wild kommt sie kaum noch vor. Als Arzneimittel dienen hauptsächlich die Blätter der Artischocke, vorzugsweise die am Boden des Stengels befindlichen Blätter und nicht die Hüllblätter der Blütenköpfchen. Artischockenblätter beinhalten bis zu 0,5 Prozent Flavonoide sowie die Substanzen Luteolin und Cynarosid. Dazu kommen noch bis zu 4 Prozent verschiedener Bitterstoffe wie Cynaropikrin.

Dieser Wirkung regt die Bildung von Magensäure an und wirkt so auch appetitanregend. Die Flavonoide dagegen regen die Leber zu einer Produktion von mehr Gallensäure an, wobei die Galle dazu anregt wird, mehr Gallensaft in den Darm abzugeben. So können Fette leichter aufgespalten und verdaut werden. Die Wissenschaft hat inzwischen bestätigt, dass die Artischocke auch die Lebertätigkeit anregt und dem Cholesterinspiegel entgegenwirkt. Der Artischockenextrakt wird zur Anregung des Appetits eingesetzt, wobei er auch ein vorhandenes Völlegefühl mindert oder Blähungen abmildert. Es besteht die Möglichkeit, dass die Artischocke auch gesundheitliche Beeinträchtigungen durch einen erhöhten Cholesterinspiegel wie zum Beispiel die Arteriosklerose entgegenwirken kann.

Bei der Ernte der Artischocke sollte ihr Stengel nicht zu kurz abgeschnitten werden, da sie durch ihn noch eine ganze Weile Wasser aufnehmen kann, was sie länger frisch hält. Sollten die Blätter Flecken aufweisen oder sich bereits öffnen, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, das die Artischocke bereits überreif und daher ungenießbar ist. Die Blütenknospe der Artischocke von ebenfalls zum Verzehr geeignet. Dieser reicht vom unteren Teil des Kelchblattes bis hin zum essbaren Boden der Blüten. Dieser schmeckt nach Nüssen und auch etwas bitter, wobei das Aroma auch an Sellerie erinnert. Artischocken sollten niemals in einem Aluminiumtopf oder einem Eisentopf gekocht werden, da sie ihre grüne Farbe verlieren und einen nachhaltigen Metallgeschmack annehmen.

Wer einmal im Mittelmeerraum Urlaub gemacht hat, wird die wohlschmeckende Artischocke mit ihren gesundheitsfördernden Eigenschaften sicher kennengelernt haben. Sie ist dort nicht umsonst als Gemüse-Delikatesse so beliebt und steht regelmäßig auf dem Speiseplan. Die positive Wirkung der Artischocke kann man als Extrakt kaufen.


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